Jauch geht - gut so

04. August 2015

Nach nur vier Jahren wird der einst als Heilsbringer der ARD inthronisierte Talkshowmaster Günther Jauch seinen Talk am Sonntagabend beenden. Ein Grund zu trauern? Nein. Auch wenn viele Deutsche Jauch für den vermeintlich intelligentesten und damit auch besten Talker halten, seine Show bestätigte letztlich nur, was wir in jeder dieser Shows sehen: ein totgerittenes Ritual des gepflegten Sich-Aufregens mit den ewig gleichen Diskutanten (Talkshowbewohner nennt sie die SZ treffend), Fragen und Mustern. Diese Sendungen dienen vor allem als Tranquilizer für die Volksseele, die es sich nach erfolgtem Aufreger-Talk wieder auf dem Sofa bequem machen kann: gut, dass man darüber geredet hat. Alles bestens also, keine Probleme nirgends, eigenes Denken oder gar Handeln überflüssig. Und die Talks sind Dauerwerbesendungen für Parteipolitiker.

Der Rückzug von Jauch ist wohl auch das Ergebnis dieser Erkenntnis einer Abnutzung. Selbst ein Jauch ist diesem Format ausgeliefert, muss es mehr bedienen als er es gestalten kann oder will…Es stimmt hoffnungsfroh, wenn die ARD nun wie wohl beabsichtigt, die Show nicht durch eine andere ersetzt, sondern Frau Will zurück auf den Sonntag verlegt und also einen Talk einspart. Gut so! Mit den ca. 10 Millionen(!!), die Jauchs Firma für den Talk pro Jahr erhält, kann die ARD weiß Gott viel Sinnvolles anfangen. Zum Beispiel die massiven Einsparungen im Programm zumindest etwas reduzieren und stattdessen wieder mehr Vielfalt und Qualität anbieten. Das ist schließlich die erste Aufgabe und Verpflichtung der ARD: mit den riesigen Geldmitteln, die sie zur Verfügung hat, ein qualitativ hochstehendes Programm in den Bereichen Kultur, Bildung und Information anzubieten.

Als nächstes stehen dann die absurden Zahlungen für die Fifa auf dem Prüfstand! Von 400 Millionen für die Übertragung der beiden WM in Russland und Katar ist die Rede. Auch hier hat sich gezeigt: So kann und darf es nicht weitergehen, dieses System ist an sein Ende gekommen. Dass es überhaupt zu diesen Korruptionsexzessen in der Fifa kommen konnte, liegt auch an den Abermillionen, die jahrzehntelang von den Fernsehsendern in das System Fifa gepumpt worden sind. Geld, das Korruption und Kriminalität beförderte und das an anderer Stelle in den Sendeanstalten fehlt! – deshalb gibt es seit Jahren Kürzungen bei Personal und im Programm in der ARD, stehen Festivals und Orchester zur Disposition. Die ARD muss sich auch in Sachen Sportrechte neu orientieren und sie hat mehr denn je die Verpflichtung, Verträge mit Augenmaß auszuhandeln. Es kann und darf nicht sein, dass mit Rundfunkgebühren Sport-Funktionären Luxusvillen finanziert werden (auch die Millionen für Herrn Hoeneß’ Zockerkasse sind hier zu nennen), während gleichzeitig das restliche Programm zusammengestrichen wird. Auch die Aufsichtsgremien der Sender müssen hier endlich ihre Aufsichtspflicht ernster nehmen. Ein Umdenken tut not. Wenn die Rechte allein für Boxen die ARD so viel kosten wie die gesamten Ausgaben für die Kultur, kann etwas nicht stimmen.

Cervelat

Di Lorenzo macht sich mal wieder wichtig

28. Mai 2014

Di Lorenzo ist ein unerträglicher Wichtigtuer. Die Tatsache, dass er zweimal wählen geht, beweist das ja nachdrücklich. Wieder so einer, der in seiner Aufgeblasenheit und Selbstüberschätzung glaubt über Recht und Gesetz stehen zu dürfen. Wie Guttenberg und Hoeneß und und und. Dass Lorenzo nicht gewußt hat, dass man nicht zweimal wählen darf, wäre ja wohl dümmer als die Polizei und die “Zeit” erlaubt. Ein unmögliches Verhalten, wie auch schon die Anbiederung und Resozialisierungshilfe für den Betrüger Guttenberg oder die Anwanzungen bei seiner Durchlaucht, dem HB-Männchen. Und so jemand leitet eine angesehene Wochenzeitung?…da kann es mit dem Ansehen der Zeitung nicht weit her sein! Ach ja, wurde nicht auch der frühere Chefkommentator der “Zeit” nicht vor kurzem wegen Steuerbetrugs verurteilt?

Herbertinger

Er soll an seiner Gier ersticken - und alle anderen auch

12. März 2014

Der Steuerbetrug des Uli H. ist der vorläufige Höhepunkt einer Egomanisierung unserer Gesellschaft, resp. ihrer sog. “Leistungsträger” - eingeläutet von weiland Helmut Kohl als sog. “geistig moralische Wende” und dann von dem Pseudosozialdemokraten Gerhard Schröder perfektioniert zur schier grenzenlosen Ausbeutung des Menschen durch den Menschen und einer vollkommen perversen Umverteilung von unten nach oben bei gleichzeitiger Entfesselung eines nahezu krankhaften Profitdenkens und schier unendlicher Gier. Das alles ist zutiefst verabscheuenswert und Ausdruck einer durch und durch aus den Fugen geratenen Gesellschaft, die die Schwachen noch mit Füßen tritt, während sie den im Geld schwimmenden Ausbeutern und Abzockern applaudiert. Wann wird die Gesellschaft endlich von der Seuche der Gewinnmaximierung um jeden Preis befreit?

Hoeneß - ein Abgrund an Gier und Verkommenheit

11. März 2014

Dieser Mensch ist ein Abgrund an Gier und Verkommenheit. 27 Mio soll er an Steuern hinterzogen haben, das ist einfach nur noch unfassbar. Fast niemand kann soviel Geld in seinem ganzen Leben überhaupt verdienen. Doch das Geld fiel nicht vom Himmel. Andere haben es Hoeneß gegeben, in Form von Eintrittsgeldern, Gebührengeldern von ARD und ZDF usw. usf. Dann machte Hoeneß eine Selbstanzeige, in der er 5 Mio anführt. Ist der Mann noch ganz klar in der Birne? Man muss ernsthaft daran zweifeln. Schon die abartige Zockerei war krank, die Hinterziehung und der damit verbundene Größenwahn noch viel mehr. Und dann sogar noch der Versuch, die Staatsanwaltschaft an der Nase herumzuführen - nicht zu glauben. Nicht Gefängnis, sondern die geschlossene Anstalt, wäre wohl der richtige Ort für diesen Menschen.
Wäre eine Gefängnisstrafe nicht so sicher, hätte man ihm schon früher wünschen können, er möge doch an seinem Scheissgeld ersticken - oder wahlweise an seinen Würsten. So ist es natürlich noch besser…weil langwieriger.
Gregorius

CSU als geistiger Brandstifter - Asylbewerberheim bei München angezündet

08. Januar 2014

Wenige Tage nach den rechtspopulistischen Parolen der CSU, die nichts als billige wahltaktische Spielchen sind und durch nichts gerechtfertigt sind, hat jemand in Germering bei München ein Asylbewerberheim angezündet. Verletzt wurde niemand, alle konnten sich in Sicherheit bringen.
Es hätte dieser mörderischen Tat nicht bedurft, um den Zusammenhang von verbalem Rassismus, wie ihn die CSU immer wieder praktiziert, und kriminellen Taten zu belegen. Aber diese Tat macht es umso deutlicher. Die CSU sollte vor Scham in die Erde versinken und dort am besten bleiben. Es ist einfach nur mehr ekelhaft, was diese Partei und zuvörderst ihr Oberkläffer Seehofer an rechten Parolen in den vergangenen Tagen abgesondert hat und ebenso widerlich war es, dass die Medien die rassistische Sau durch sämtliche mediale Dörfer getrieben haben. Ja, auch die Medien tragen Schuld am zunehmenden Rassismus in diesem Land, wenn sie sich zum Sprachrohr von Rechtspopulisten machen. Aufgeklärter Journalismus tut soetwas nicht, dieser scheint aber nicht mehr stattzufinden. Im Gegenteil, auch und gerade ARD und ZDF machen sich zu willfährigen Handlangern der CSU-Parteizentrale - wahrscheinlich aus Furcht vor einem drohenden Anruf eines hohen Funktionärs der CSU. Wobei das ja in München gar nicht nötig ist, wo der ehemalige Regierungssprecher von Frau Merkel am Ruder sitzt. Da hat man ja gleich eine Standleitung zur CSU-Zentrale gelegt…

Grigorius

Kasperltruppe von der FDP geht von Bord

17. Dezember 2013

Eigentlich unglaublich und unmöglich: ein Vierteljahr hat die Politik gebraucht, das Wahlergebnis in eine neue Regierung umzusetzen. Genau so lange waren die abgewählten Politiker der FDP noch immer an der Macht. Eigentlich ein Skandal. Niemals zuvor wurde eine in Regierungsverantwortung befindliche Partei bei einer Wahl derart abgewatscht, dass sie gleich aus dem Bundestag fliegt. Aber jetzt ist die Gurkentruppe endlich passe. Im politischen Nirwana zumindest auf Bundesebene. Endlich! Und Westerwelle kann jetzt darauf aufpassen, dass unter seinen arbeitslosen FDPlern keine römischen Verhältnisse ausbrechen!

Minister Friedrich endlich dort, wo er hingehört

15. Dezember 2013

Endlich wurde dieser Innenminister aus dem Verkehr gezogen. Seine unsäglichen Statements über Ausländer und Flüchtlinge waren eine Zumutung, ja ein Skandal. Vor allem deshalb, weil er immer in dem Moment den scharfen Hund raushängen ließ, wenn es überhaupt nicht gepasst hat. Etwa wenn mal wieder ein paar Dutzend Menschen im Mittelmeer ertrunken ist. Dieser Innenminister war eine Zumutung. Nicht nur für Ausländer oder Migranten. Jetzt ist der da, wo er keinen Schaden mehr anrichten kann. Und vielleicht fühlt er sich ja bei Schweinen und Kohlköpfen wohler.

Sepp

Die Mövenpick-Partei ist da, wo sie hingehört: im politischen Nirwana

01. Oktober 2013

Sehr erfreulich, dass die Deutschen der FDP bei der Bundestagswahl den Gnadenstoß gegeben haben. Das Elend dieser Gauklertruppe war auch nicht länger zu ertragen. Und was liest man jetzt über den Hoffnungsträger der Ruinenpartei? Er hätte sich das Haupthaar transplantieren lassen, mit 34 Jahren! Irre, seine Mövenpick-Partei geht den Jordan runter, und Lindner lässt sich die Haare transplantieren um besser bella figura machen zu können. Wenn es noch eines Beweises für die vollkommene Wahnsinnigkeit dieser Gurkentruppe bedurft hätte, hier ist er.

Seppus

Brüderle ist ein unanständiger Lügner - die FDP demokratiegefährdend

18. September 2013

Es ist nicht nur schmutzig und unanständig, wenn die FDP behauptet, die Zweitstimme für die FDP sei die „Merkel-Stimme“, es ist auch eine unverschämte Lüge! Wer Merkel will, muss Merkel wählen und nicht FDP. Diese Partei der Millionäre und Banker schreckt vor keinem noch so großen Schwindel zurück, um ihre Macht zu sichern, die nur einem sehr geringen Prozentsatz der Bevölkerung dient. Diese Partei hat den Hinauswurf aus dem Bundestag und natürlich aus der Regierung mehr als verdient. Sie heuchelt den gutgläubigen Leuten etwas von sozialer Gerechtigkeit vor und sträubt sich zugleich mit Händen und Füssen gegen jede Initiative, die dafür sorgen würde: siehe Mindestlohn, Hartz IV-Erhöhung, Besteuerung sehr großer Einkommen und Spekulationsgewinnen. Auch die Bankenregulierung und die Verfolgung von Steuerbetrügern ist für die FDP kein Thema. Diese Partei betreibt ganz offen für einige wenige in der Bevölkerung Politik, siehe Hotelsteuer! Und sie lässt sich ihre Dienste seit Jahrzehnten von der Industrie vergolden und weigert sich z.B. einer Initiative zuzustimmen, die die Bezahlung von Parteien durch die Industrie verbietet. Diese Partei ist eine Zumutung für den überwiegenden Teil der Menschen dieses Landes, sie verkauft die Leute für dumm und lässt sie hinterher die Zeche für die Verfehlungen der Banker und Zocker bezahlen ohne daran je etwas zu ändern. Gewinne werden privatisiert, Verluste sozialisiert. Ist doch eine soziale Partei, die FDP, was wollen die Leute bloß? Diese Partei ist in ihrer gegenwärtigen Ausrichtung demokratiegefährdend, weil der Einfluss von Minderheiten deren Politik bestimmt. Es reicht, weg damit!
seppus

Jahrelang ausrutschen

02. Mai 2013
Muß ein nach wie vor ehrbarer Mann wegen eines (wenngleich über Jahre fortgesetzten) Ausrutschers ins Gefängnis? Focus.de über Uli Hoeneß

Eine Allianz von Spezln versucht jetzt also den Wohltäter unter den Steuerhinterziehern zu verteidigen. Das ist ja noch peinlicher als die Mitleidstour von Hoeneß. Jahrelang auszurutschen, das ist schon fast wieder eine Leistung…sprachlich und tätlich.
sokrates